Die Bank of America gibt in einem Schreiben an die SEC zu, vor Bilanzstichtagen Schuldentitel verkauft und kurz darauf wieder zurück gekauft zu haben. „Versehentlich“ wurde dies als Verkauf deklariert, nach den Vorschriften der SEC, hätten die Transaktionen als „Ausleihe“ bezeichnet werden müssen. Es gehe um Geschäfte im Umfang von ca. 11 Milliarden US Dollar. Mit ähnlichen Geschäften im Umfang von 50 Milliarden US Dollar hatte Lehman kurz vor der Insolvenz seine Bilanz geschönigt. Der Umfang der Geschäfte bei der BoA ist jedoch, auch in Betracht der Bilanzsumme, deutlich geringer.
Die Konsequenzen für BoA sind noch unklar. Es wird jedoch deutlich, dass „Window Dressing“ gerade in der Bankenbranche weit verbreitet ist und Lehman kein Einzelfall war, auch wenn dort wohl am aggressivsten geschönigt wurde. Auch Citigroup und die Deutsche Bank würden die Praktiken anwenden, jedoch handelt es sich im Normalfall um legale Tricks, die jedoch seit der Lehman Pleite höchst umstritten sind.
Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder und stellt keine Anlageempfehlung dar.
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Sonntag, 11. Juli 2010
ExxonMobil an BP interessiert
Nach einem Bericht der „Sunday Times“, prüft Exxon eine Übernahme des angeschlagenen BP Konzerns. Dabei habe die US-Regierung signalisiert einer Übernahme nicht im Weg zu stehen.
ExxonMobil ist ein Nachfolgekonzern der Standard Oil Gruppe von John D. Rockefeller und gilt als einer der größten Mineralölkonzerne der Welt. Es wurde befürchtet dass die US-Kartellbehörden einer Übernahme von BP kritisch gegenüber stehen könnten.
Durch eine komplette Übernahme von BP würde der größte börsennotierte Konzern der Welt entstehen. Doch auch zum aktuellen Börsenkurs ist BP noch mit mehr als 100 Milliarden US Dollar bewertet, eine Übernahme wäre somit auch für Exxon ein Kraftakt.
BP und die englische Regierung würden wohl eine Beteiligung anderer Investoren, zum Beispiel arabischer Staatsfonds, bevorzugen. Derzeit will BP keine strategischen Vermögenswerte verkaufen oder neue Aktien ausgeben, auch eigene Aktien aus Aktienrückkäufen sollen nicht wieder in Umlauf gebracht werden. Es ist jedoch unklar, ob BP die Krisenfolgekosten, die auf bis zu 60 Milliarden US Dollar geschätzt werden, allein aus Umsatzprozessen stemmen kann. Beim aktuellen Preisniveau für Rohöl würde BP ca. 20 Milliarden US Dollar Gewinn pro Jahr machen, wenn man Krisenfolgekosten außer Acht lässt.
Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors wieder und stellt keine Anlageempfehlung dar.
ExxonMobil ist ein Nachfolgekonzern der Standard Oil Gruppe von John D. Rockefeller und gilt als einer der größten Mineralölkonzerne der Welt. Es wurde befürchtet dass die US-Kartellbehörden einer Übernahme von BP kritisch gegenüber stehen könnten.
Durch eine komplette Übernahme von BP würde der größte börsennotierte Konzern der Welt entstehen. Doch auch zum aktuellen Börsenkurs ist BP noch mit mehr als 100 Milliarden US Dollar bewertet, eine Übernahme wäre somit auch für Exxon ein Kraftakt.
BP und die englische Regierung würden wohl eine Beteiligung anderer Investoren, zum Beispiel arabischer Staatsfonds, bevorzugen. Derzeit will BP keine strategischen Vermögenswerte verkaufen oder neue Aktien ausgeben, auch eigene Aktien aus Aktienrückkäufen sollen nicht wieder in Umlauf gebracht werden. Es ist jedoch unklar, ob BP die Krisenfolgekosten, die auf bis zu 60 Milliarden US Dollar geschätzt werden, allein aus Umsatzprozessen stemmen kann. Beim aktuellen Preisniveau für Rohöl würde BP ca. 20 Milliarden US Dollar Gewinn pro Jahr machen, wenn man Krisenfolgekosten außer Acht lässt.
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